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Der Diener Gottes Jan Macha

 

Der Diener Gottes Jan Macha  (1914–1942)

 

            Geboren am 18. Januar 1914 in Chorzów (Königshütte), Sohn von Paweł und Anna geb. Cofałka. Grundschule und Gymnasium besuchte er in seiner Heimatstadt. Direkt nach dem Abitur bewarb er sich um die Aufnahme zum Schlesischen Priesterseminar in Krakau. Seine Bewerbung wurde wegen zu vieler Anmeldungen abgelehnt. Zwei Semester studierte er an der Fakultät für Rechtswissenschaften und Verwaltung der Jagiellonen-Universität. 1934 nahm er das Studium im Priesterseminar auf. Schon als Kleriker zeichnete er sich durch tieferen Glauben und Sensibilität gegenüber den Nächsten aus.

            Am 25. Juni 1939 empfing er in der Kirche St. Peter und Paul in Katowice (Kattowitz) die Priesterweihe durch den Bischof Stanisław Adamski. Seinen Primizgottesdienst hielt er in der St. Maria Magdalena Pfarrkirche in Chorzów Stary. Auf seinem Primizbild schrieb er den Spruch: „Mein Herr und mein Gott“.

            Nach den Ferienvertretungen in seiner Heimatpfarrei fing er den Dienst als Vikar in der St. Josef Pfarrei in Ruda Śląska (Ruda) an. Seine Predigte aus dieser Zeit zeigen seine tiefe Bindung zu Gott sowie seine Hingabe an die geistliche Bildung der Gläubigen. Während des seelsorgerischen Besuchs bei seinen Gemeindemitgliedern erkannte er die Situation polnischer Familien, in denen Ehemänner, Väter und Söhne verhaftet, erschossen bzw. in die Konzentrationslager transportiert wurden. Es entstand in ihm der Gedanke, die geistliche und materielle Hilfe für diese Leute zu organisieren. Er sammelte notwendige Gegenstände, traute in polnischer Sprache, katechisierte, tröstete Betrübten, brachte Hoffnung, stärkte durch das Wort Gottes. 

           Er setzte sich für die Tätigkeit der Studenten und der Pfadfinder ein, die mit Untergrundorganisationen verbunden waren. Diese Gruppen wirkten auf einigen Ebenen: Geheimdienst, Propaganda, Sanitätsdienst, karitative Tätigkeit. Als Priorität betrachtete Jan Macha sog.Soziale Betreuung.

          Am 5. September 1941 wurde er von Gestapo verhaftet. Man sperrte ihn im Polizeigefängis in Mysłowice (dt. Myslowitz) ein. Während seiner zahlreichen Verhöre wandte man verfeinerte Erniedrigungsmethoden an. Er verzweifelte nicht. Er tröstete Kollegen, betete viel, bat Gott um die Verzeihung gegenüber den Unterdrückern, gab den Mitgefangenen einen seelischen Halt. In den Briefen nach Hause bat er oft um das Gebet, denn aus ihm schöpfte er die Kraft zum Durchhalten. Er hatte ein Brevier mit sich und machte einen Rosenkranz aus Schnürchen. 

           Im Juni 1942 transportierte man ihn zum Kattowitzer Gefängnis in der Mikołowska Straße. Am 17. Juli 1942 wurde er zum Tode verurteilt. Ins Brevier steckte er damals einen Zettel mit dem Text: „Macha Johann zum Tode verurteilt den 17 VII 42”und mit dem Gebet an Christus, in dem er schrieb: „Ich gebe Ihm mich mit meiner ganzen Persönlichkeit hin“.

Die Nachricht über das Todesurteil an dem jungen Kaplan bewegte nicht nur seine Familie und die Pfarrgemeinde in Ruda. Um den Erlass der Todesstrafe bemühte sich nämlich auch der damalige Generalvikar der Diözese Katowice, Franz Wosnitza.

          Am Abend vor der Vollstreckung der Todesstrafe empfing Jan Macha hl. Beichte und schrieb einen Abschiedsbrief an die Familie. Er sprach das Gebet aus dem Brevier und steckte darin einen Zettel mit dem Text: „Ks. Jan Macha stracony 2 XII 1942”[„Priester Jan Macha hingerichtet 2. 12. 1942“]. Bis zum Ende blieb er ruhig. Die Exekution fand ein Viertel nach Mitternacht statt, also schon am 3. Dezember 1942. Er wurde mit der Guillotine enthauptet. Der Ort seiner Beisetzung ist unbekannt. Das Leib wurde wahrscheinlich in einem Krematorium in Auschwitz verbrannt.

          Man behielt ihn in Erinnerung als einen eifrigen Seelsorger, der den priesterlichen Dienst und die wohltätige Tätigkeit in Einklang in der Liebe zu Gott und zum Vaterland bringen konnte. 

          Das Seligsprechungsverfahren des Priesters Jan Macha wurde 2013 eröffnet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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